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[Gegen den Sozialabbau : Fett, faul und arbeitscheu]

Image (fixe ; à 2 dimensions)
titre :
[Gegen den Sozialabbau : Fett, faul und arbeitscheu]
adresse :
. — Wien Vienne : RBH_ (Revolutionsbräuhof), [ca  ]
description technique (h × l) :
. — 1 affiche (impr. photoméc.) : n. et b. ; 42 × 30 cm
notes :
descriptif :
Symbole(s) utilisé(s) :

[ texte ; logo RBH (une étoile noire frappée d’une main tenant un bock de bière) ]

texte :

Gegen den Sozialabbau :

Fett, faul und arbeitscheu

Der »Sozialstaat« war unsere Armut und unser Mangel. Oder seid ihr noch nie mit leeren Taschen vor einem Schaufenster gestanden ? Heute machen sie mit weniger Leuten mehr Profit : Der Rest ist Arbeitslos & weil das viele sind, fällt dem Staat ein, daß er dafür kein Geld hat. Dabei druckt ers doch und garantiert mit all seiner Gewalt dessen Gültigkeit ; er muß also schon keins haben wollen.

Das Üble ist nicht, das jemand nicht mehr um 5 Uhr früh aufstehen darf, in die Fabrik fährt, sich dort kaputtschuftet, sondern daß er ohne das Alles noch weniger Geld von denen erhält und diese Zetteln eben darüber befinden, wie wenig Zeug jemand kriegt. Wir wollen nicht unsere Ausbeutung wiederhaben — wir wollen daß die sich reichlich endgültig verpisst.

Dieser Staat nutzt Arbeitshetze und Arbeitslosigkeit daneben ; unsere Scheiße ist eine Randerscheinung seiner Riesenvorteile : Mit Produzieren von Sachen, die Leute brauchen können, hat das alles nichts zu tun.

Unsere Sorge gilt nicht »unserer Wirtschaft« — auch nicht »Österreich« und seinen budgeteren Nöten ; bei Beidem sind Annehmlichkeiten nicht vorgesehen. Wir nehmen an dem Streit, wer dafür Opfer bringen könnte nicht teil, weil das nicht unsere Sache ist — so oder so. Die Abwägerei, ob jemand Sozialleistungen braucht, um seine Pflichten auszuhalten, intressiert uns nicht : Der Staat meint, wir schaffens jetzt locker ohne — wir aber wollens gar nicht schaffen. Wir apellieren nicht um die Grundvorraussetzungen, uns nützlich machen zu können an die Herrschenden — weil wir denen nicht nützen wollen, weil Leuten das allemal dauernd schadet — so oder so.

Mit einer Versorgungsinstanz will die Republik Österreich nicht verwechselt werden, jede Forderung nach Lebensnotwendigem wird sich daran blamieren, daß die nie vorhatten, uns ganz einfach zu geben, was wir brauchen. Wir behaupten und wissen, daß unser Überleben nur so vorgesehen ist, wies für die am besten ist.

Wir und Die, das schließt sich aus, passt einfach nicht zusammen.

[Logo] Revolutionsbräuhof (RBH)

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cotes :

Aff2931 - 206900 (cira L)